Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hoppen, verb.

hoppen, verb.
springen, hüpfen; dem consonantenstande nach würde man die form für nur nieder- und mitteldeutsch, neben oberdeutschem hupfen, hüpfen halten, wenn sie nicht gerade vorzugsweise auch in alemannischen gegenden, seit alter zeit, begegnete und dadurch den gedanken an directe ableitung von der interjection hopp (sp. 1798) nahe legte: hoppen saltare, redlich umbhin hoppen plaudere choreas pedibus Maaler 231ᵃ;
gsundheit im namen Jesu Christ
empfieng der lam zur selben frist
und hoppet vor im (Petrus) im tempel.
U. Eckstein concil bei Scheible 8, 724;
wie noch heute schweiz. hoppen Stalder 2, 54, und wieder niederd. saltare huppen, springhen Dief. nov. gloss. 325ᵇ; hoppen, saltare Stieler 856; vgl. niederl. hoppen, hobben salire, saltare Kilian und engl. hopping das tanzen, hüpfen, hopsen, das auf ags. hoppan hüpfen sich stützt. auch von den bewegungen der schlangen, kröten und frösche gesagt: repere huppen, hoppen, slingen Dief. 493ᵃ. vergl. hopper, hopzger, höppin.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1799, Z. 42.

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Zitationshilfe
„hoppen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hoppen>.

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