Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hopsa, interj.

hopsa, interj.
einen sprung bezeichnend, erweiterte form von hops; so in freude, lustigkeit: hopsa, victoria, vivat! Lenz 1, 127; aber auch als ausdruck der überraschung beim stolpern. Kehrein 201 (vergl. oben hoppas); oder überhaupt beim eintritt von etwas plötzlichem: jung sind wir und hoppsa! haben wir uns vergallopiert. J. C. Bock geschwind eh es jemand erfährt, 1. aufz. 1. auftr. Die verlängerte form hopsasa, ein munteres davonreiten malend:
drauf ritt der ritter hop sa sa!
und strich sein bärtchen trallala.
Bürger 29ᵃ;
sonst interjection der lauten, springenden fröhlichkeit. Schm. 1, 1142 Fromm.; hörst drauszen lärmen? hopsasa! Fr. Müller 2, 94. selbst wie ein eigenname gebraucht, herr hopsasa, wol in der bedeutung wie sonst springinsfeld:
denn wenn man den professor (Gottsched) nähme,
und thät ihn in eine schul, so käme
der so gelehrte herr hopsasa
kaum zu sitzen in terzia.
Rost teufelsep. in d. n. berl. monatschr. 1805, 13, 40.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1800, Z. 37.

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Zitationshilfe
„hopsa“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hopsa>.

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