Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

horbel, f.

horbel, f.
1)
das gemeine wasserhuhn, fulica atra. Nemnich 2, 1679. dasz dieses ohne zweifel alte wort im ersten theile mit hor kot, pfuhl zusammenhängt, und auf den lieblingsaufenthalt des vogels im sumpfe hinweist, ist klar; eine einfache ableitung von hor ist es, wenn man die glosse fulica horbollem ł swartzducher Dief. 250ᶜ in betracht zieht, wol nicht, da deren letzter bestandtheil wieder offenbar mit einem andern namen des vogels belchine, bellhenne (das.) zusammenhängt. wahrscheinlich ist also horbel aus hor-belchine oder etwas ähnlichem verkürzt.
2)
in Franken heiszt horbel ein schlag, stosz an den kopf. Schm. 1, 1159 Fromm.; im Osterlande und Meiszen eine maulschelle. ob zwischen den bedeutungen 1 und 2 irgend welcher zusammenhang bestehe, kann nicht gesagt werden.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1801, Z. 73.

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Zitationshilfe
„horbel“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/horbel>.

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