hosensack m
Fundstelle: Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1842, Z. 41
tasche in den hosen: schiebsack, sive hosensack funda Stieler 1658; besagtes instrument, welches ich gemeiniglich neben einem perspectiv im hosensack trug. Simpl. 1, 246 Kurz; diese münze, die ringe und kleinodien steckte ich in meine hosensäcke, stiffeln, hosen und pistolhulftern. 296; da er aber sahe, dasz sowol in meinen hosensäcken als in den halftern pistolen stacken. 3, 42; ich küssete sie einmal, und sie füllete mir alle beide hosensäcke voll zuckernäscherei. A. Gryphius 1698 1, 811;
doch als ich unten mich besah,
potz element! wie ward mir da!
ich hatte keine hosen!
der muth steckt nicht im hosensack,
dacht ich.
Blumauer 2, 30 (aeneide 2).
Sprichwörtlich: so wil ich .. meine feder und mein maul nicht in hosensack stecken, sondern mit gottes hülf sehen, dasz ich ihnen allein manns genug sei. Schuppius 271; dasz ich mein maul nicht in hosensack gestecket habe, werden mir e. hochrahts deputirte zeugnisz geben. 636. in Mittel- und Norddeutschland ist jetzt dafür hosentasche allein üblich.
Zitationshilfe
„hosensack“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hosensack>, abgerufen am 21.11.2019.

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