Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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hose, f.

hose, f.,
meist plur. hosen, femoralia.
1)
vom ahd. pruoh, mhd. bruoch unterschieden, welches die um die schamtheile gehende, nach art unserer schwimmhosen verfertigte und kürzer oder länger zum oberschenkel hinabreichende beinbekleidung bezeichnet, drückt hose allgemein die bedeckung des unterschenkels aus, und findet sich, diese bedeutung mehrfach einengend und näher bestimmend, durch die germanischen, romanischen und keltischen sprachen: ahd. hose caliga, hosun caligae Graff 4, 1049; caliga hosa, calcei scuohi, ficones hososcuoha Schlettstädter glossen in Haupts zeitschr. 5, 363ᵇ; mhd. hose; ags. hosa caligae, engl. hose; altn. hosa ein weit hinaufreichender strumpf, vgl. Möbius altn. gloss. 201. Vigfusson 280ᵃ, bryn-hosa beinschienen das. 85ᵃ; ital. uosa, gamaschen, usatto stiefel, altspan. huesa gamasche, altportug. osa, provenz. oza, altfranz. hosa, heuse, mittell. hosa, osa ocrea caliga, vgl. Diez wörterb. d. roman. spr. 1, 436; cornisch hos ocrea, welsch hosan, hossan, plur. hossaneu braccae Ebel in Kuhn u. Schleichers beiträgen zur vergl. sprachforschung 2, 175. dasz hier entlehnung von seiten einer sprache aus einer andern stattgefunden hat, ist gewis, aber die frage wer hat entlehnt, kann nicht leicht beantwortet werden. am unwahrscheinlichsten das deutsche, wenn man erwägt, dasz jedenfalls dem worte der allgemeine begriff des röhrenförmigen innewohnt, der in den bedeutungen 11, a, b, c unten noch sehr deutlich hervortritt, und gewöhnlich auf die hülle des unterschenkels gewendet ist.
2)
auch die ältere nhd. sprache kennt hose nur als eine art hoch hinaufgehenden strumpf, von zeug oder leder: caliga ledrein hoʒ o. stifel Dief. 90ᵇ; hosa house, osa i. ocrea lederhosz 281ᵃ; tibiale hosen 582ᶜ; hose caliga, est vestis pedibus apta. voc. inc. theut. k 3ᵇ; hosz oder kriegszstifel caliga Dasyp.; hosen, caligae, pedalia, vestimenta pedalia Maaler 231ᵃ; ex tela confectae caligae gestrickt hosen Alberus c 1ᵃ; von der bruch genau unterschieden: ein ascetischer mönch
trug holtschen und zerschnitten schuch
kein hosen, nur ein leine bruch.
B. Waldis Esop 4, 69, 96;
sie bschlossen auch mit gmeinem rath,
wenn sie zsamen giengen ins bad,
so bhieltens an hosen und schuch,
so dorften sie sunst keiner bruch.
90, 45.
es wird als anstoszerregend betrachtet, wenn einer ohne hosen (d. h. nur in der bruch) einher geht, vgl. Schm. 1, 1180 das gebot der Bamberger badeordnung von 1481, dasz dieselben sonn- und feiertags gehost und nicht mit ploszen peinen und on schwe sich zeigen sollen; buben, die kein hosen tragen, landstreicher, bummler. Osenbrüggen rechtsalt. aus d. Schweiz 1, 68; so spricht derselbige scheffen zu den andern: ihr scheffen, steht der man (der einen eid leisten soll), wie er stahn soll? hat er dann keine hosen an, so mosz er hosen anthon, ehe ihn der scheffen zu dem eidt geleidt; hat er dan hosen ahn, so steth er richt. weisth. 3, 779 (rheinisch, von 1456 u. 1573). Als eine art strumpf ist die hose aber auch weibertracht (vgl. auch unten unter hosenbendel): das die flöh den weibern fast uber die knie steigen und weder schuh noch hosenbendel vor umb erlaubnusz fragen. Fischart groszm. 31; so ein fraw oder magd ihre hosen losbindet auf der straszen und sie verleuret den hosenbendel, das ist ein zeichen, dasz ihr mann oder freier ihr nicht getrew ist. der alten weiber philosophei (1612) nr. 11 (cf. zeitschr. f. myth. 3, 310; die rockenphilosophie hat dasselbe, setzt aber für hosenbendel strumpfband); und noch später im 17. jahrh., wenigstens als redensart: wenn wir die partheien in den langen hosen (die weiber) auf unserer seite haben, so wird es mit den männern und mit dem richter selber heiszen cuschi. Chr. Weise comöd. 308.
3)
seitdem nach und nach, hauptsächlich seit dem 15. jahrh., bruch und hosen in éin kleidungsstück vereinigt worden sind, ist der erstere ausdruck absterbend (vgl. theil 2, 411), hose bezeichnet schon im 15., allgemein seit dem 16. jahrh. was heute. mundarten bewahren aber noch die erinnerung an die ehemalige bedeutung: in Westfalen heiszen hosen strümpfe; ebenso holsteinisch hase strumpf. Schütze 2, 108; helgoländisch hœsen, strümpfe (wo brök noch die weite schifferhose bezeichnet). Fromm. 3, 30ᵃ; um Koblenz hossen strümpfe Jacobsson 6, 120ᵃ; in Baiern hosen die hohle bekleidung blos für den untern theil des beines, vom knie abwärts bis zum knöchel. Schm. 1, 1180 Fromm., ebenso in Tirol hos wollener beinstrumpf. Fromm. 6, 154; vgl. unten hosenlapperin, hosenstricker.
4)
hose, in gewählter sprache gern vermieden und durch beinkleid ersetzt, und zwar schon zu Frischs zeiten (1, 470ᶜ), ist selten collectiver singular; man hört im gemeinen leben der schneider macht mir eine hose; zu einer gelbledernen hose, die er für den mond hielt. H. Heine 1, 96; gewöhnlich wird der plur. hosen, oder mit bezug auf die entstehung des kleidungsstückes aus zwei strümpfen, ein paar hosen gebraucht: (ein kind) welches dann dort in seinen ersten hosen herum lief. Simpl. 2, 26 Kurz; als sie mir auch hosen und wambst angezogen. 3, 14; war (ein weib spricht) im übrigen mit hosen und einem dünnen daffeten röcklein darüber also versehen, dasz ich all augenblick schrittling sitzen und einen jungen reuterskerl präsentiren konnte. 34; mit seinen erbsengelben hosen über den dürren lenden und den hoch hinauf reichenden ledernen kamaschen. Immermann Münchh. 1, 133;
nebst einem halben schock
zerriszner blauer hosen.
Hölty 10 Halm;
o hätt ich ein wämmslein,
und hosen und hut!
Göthe 8, 189.
besonders schmuck erscheinen die roten hosen: (unterhändler, die) hochzeiten anrichten, damit sie ein brautstück und ein par rother hosen verdienen. Philander (1644) 314;
trat einher wie ein edelman,
het ein par rother hosen an.
B. Waldis Esop 4, 94, 158.
Man redet von engen, weiten hosen, pumphosen, pluderhosen; kurzen, langen hosen, kniehosen, ganzhosen; sommerhosen, winterhosen, unterschieden nach der dicke des stoffes; oberhosen, unterhosen, letztere auch von frauen getragen, u. ähnl.; hosen werden gemacht, gebletzt, geflickt; hosen lappen interpolare caligas Stieler 1070; vergl. hosenlapper; hosen sitzen gut, schlecht:
ihr habt da einen saubern spitzen
am kragen, und wie euch die hosen sitzen!
Schiller Wallenst. lager, 6. auftr.
5)
sprichwörtliches und redensarten.
a)
das weit an hosen trägt man immer oben. Lehmann 103; nimbt einer ein weib, der zeucht unglücks hosen an. 159; man siehts an den hosen, wo das bein entzwei ist. Simrock sprichw. 261; wer subtil ist, dem entfallen die hosen. 262; von den ersten hosen an, von früher kindheit an: alle schwachheiten, dummheiten, welche er von den ersten hosen an gemacht. J. Gotthelf Uli d. pächter 296; sich mit hosen decken, sich behelfen, so gut es eben geht: wer sich behelfen musz, der hat nit vil übrigs, als da sich ainer im winter mit hosen deckt. Reuchlin augensp. 14ᵃ;
nu hört, wie wol er schmaichen kan (sich schmeichelnd herausreden)
mit seiner künigin wol gethan!
er deckt sich mit hosen, als er schol.
fastn. sp. 658, 26;
was das folgende bild eigentlich sagen will, ist nicht klar:
hün zun teufel mit denen wusten losen (buhlerinnen)!
die aim gueten gesellen an die stang henken die hosen.
Zimm. chron. 2, 123, 15.
b)
von zwei gleichartigen heiszt es sie sind zwei hosen eines tuches, oder später, wenn nach dem hosenpaar gezählt wird, vier hosen eines tuchs: ich nimm es für eins, procurator und advocat. es seind zwo hosen eins tuͦchs. Keisersberg Marie himelfart 2ᶜ;
zwo hosen gemacht von einem thuch.
N. Manuel 421 Grüneisen;
desz sind wir zwo hosen eins tuchs.
H. Sachs 4, 3, 43ᵇ;
vier hosen eins tuͦchs. huͦrn und buͦben ein gespan. S. Frank sprichw. 2, 131ᵃ; eines wie das ander: vier hosen eines tuchs. Philander 1, 43; rüstet ich mich aufs beste aus mit .. einem knecht und einer magd, die mit mir vier hosen eines tuchs war. Simpl. 3, 122 Kurz; es war halt gaul als gurr, vier hosen eins tuchs. 220.
c)
seit dem 17. jahrh. wird mit dem stand der geflickten hosen der ehestand bezeichnet: in den stand der geflickten hosen kommen. pers. rosenth. 6, 5 überschrift; haben nun solche grosze leut sich nicht geschewet, geflickte kleider zu tragen, ei so müssen wir uns fürwar nit über sie dünken, sonderlich junge leuth, wann sie in den stand der geflickten hosen zusammentretten, da thut wol von nöthen, dasz sie etwas ersparen. Creidius 1, 233;
wenn man das jawort geben solte,
und in den kummervollen stand
geflickter hosen treten wolte.
Amaranthes proben der poesie (1710) s. 333.
d)
die hosen, obschon in modificierter form auch ein theil der weiblichen garderobe (vgl.unter-, schlafhosen), doch eigentliche mannestracht: sie (die herzogin von Angoulème) ist der einzige bourbonische spröszling, der hosen zu tragen verdiente. Grabbe Napoleon s. 123; zum symbol der herschaft in der ehe genommen: Margaretha wolte die hosen und das regiment im hausz haben. das wolte Cornelius auch haben. Cornelius wolte die hosen und das regiment im hause nicht fahren lassen. Schuppius 326; sagte mein hochzeiter zu mir: ja! liebste, ihr wist, dasz jederman darvor gehalten und geglaubt, ihr hättet bei euers vorigen manns lebzeiten die hosen getragen, welches ihme dann bei ehrlichen gesellschaften zu nicht geringerer beschimpfung nachgeredet worden. Simpl. 3, 38 Kurz; ich antwortete: mein liebster! .. so hab ich auch niemalen in sinn genommen, euere hosen zu prätendirn. ebenda; etliche vexirten ihn, dasz er den rock, seine frau aber die hosen anhätte. gefl. finken 70; ich halte es damit, dasz sich ein mann männlich halte und ihm die hosen nicht nehmen lasse. 85; wie viele schlaflose nächte würde mir die bewahrung und bewachung meiner hosen zuziehen, wollte ich sie nicht .. meiner frauen preisz geben und mithin meiner oberherrschaft gänzliches recht verlieren. avantür. 2, 62; ein frisches rundes mägdchen, welche gute hoffnung macht, dasz sie ihren künftigen eheherrn wird ohne hosen herumlaufen lassen. Rabener briefe 298; dasz er eigentlich sein lebtag nie ein mann gewesen, die mutter die hosen angehabt habe. J. Gotthelf Uli d. pächter s. 296.
e)
verschieden ist die hosen gewinnen, erster oder sieger in einem wettkampfe sein, hergenommen davon dasz bei wettschieszen und wettkämpfen als siegespreis ein paar hosen gestiftet waren (Schm. 1, 1181 Fromm.):
der erst auf Bubacher staige,
der hatt die hosen gewunnen.
Hildebrand volksl. 155, 14 (von 1534).
f)
zum ausdruck der mutlosigkeit: (war) ihm das herz ganz in die hosen gesunken. Harnisch 217; ja nun wil mir das herze gar in die hosen fallen. A. Gryphius 1698 1, 724; diesem war das herz ohnedem schon in die hosen gefallen. Pierot 2, 154; das mädel kann, gott verzeih mir, einem Louis quatorze selber das herz in die hosen fallen machen. Lenz 1, 288; weil er keinen muth habe, sondern allezeit das herz in den hosen. J. Gotthelf Uli d. pächter 128, es ist derbe ausführung des unter herz I, 6, g sp. 1219 aufgeführten bildes; fähret vor furcht aus den hosen. A. Gryphius 1696 1, 763. derber ist das folgende bild der angst: o wie stinken hie dem teufel die hosen, wie fület er so wol, dʒ er solchs schüldig sei, und thuts so ungerne. Luther 3, 344ᵃ; ich wolt das alle papisten auf einem haufen müssten .. hierauf antworten, wie solten inen die hosen stinken, und ir folgerkunst so rot werden. 530ᵇ; da inen das gefeilet, und der churfürst zu Sachsen der aller erste erschein, hilf gott, wie begunsten inen die hosen zu stinken. 5, 273ᵃ; dasz der Böhm .. vor angst in die hosen gethan hätte. Simpl. 3, 217 Kurz;
eh dasz er hin gen Schwabach kam,
hett er in die hosen geschissen.
Soltau volksl. 129 (von 1449).
dieselbe wirkung hat auch trunkenheit, heftiges lachen: (es fressen) die sew was sie (die trunkenen) in die hosen haben thon, pfey dich schand. S. Frank laster der trunkenheit (1531) E 4ᵃ;
ich wird vor lachen in dhosen schyszen.
fastn. sp. 861, 15.
6)
hose für den träger der hose, den mann:
bei manchen bücken sich die hosen vor den hauben.
Günther 468;
herein, was hosen sein,
weiber sollen drauszen bleiben!
Zingerle kinder- u. hausmärch. 119;
die französischen soldaten werden nach ihrer beinkleidung die rothen hosen genannt.
7)
hose, übertragen, bei thieren,
a)
bei pferden, der mit gröberen haaren besetzte unterschenkel.
b)
bei vögeln die starke befiederung des unterschenkels: die beine (von spizaëtos tyrannus) sind hoch und sehr stark, adlerartig, dicht mit federn bedeckt, am unterschenkel bemerkt man sogenannte hosen. Brehm bilder u. skizzen (Hamb. 1865) s. 39. vgl. hosicht.
c)
bei den bienen: wenn aber si zuo werk kêrnt, so samnent si pluomen an ir füeʒ, als ob si hosen haben gewunnen. Megenberg 289, 22. vgl. höschen und höslein.
8)
hose, bei pflanzen,
a)
die oberste noch verschlossene blattscheide einiger gräser, z. b. der gerste, auch hülse, schoszkiel. Nemnich. vergl. unten hosenwoche.
b)
hosen sind unhölzer an den schneidreben des weinstocks, welche weggebrochen werden müssen. das.
9)
hose, an geräten,
a)
der untere erweiterte theil des stiefels, an pump- und saugwerken.
b)
beim orgelbauer der fusz an der menschenstimme, der das trompetenmundstück nebst der krücke einschlieszt. Jacobsson 2, 289ᵃ.
10)
hose, die wirbelnde und trichterförmige bewegung des windes oder des wassers, vgl. windhose, wasserhose;
der wind zieht seine hosen an,
die weiszen wasserhosen!
H. Heine 15, 137.
11)
hose, ein röhrenförmiges hölzernes oder metallenes gefäsz, scheint auf Obersachsen beschränkt.
a)
zum wasserholen oder -schöpfen: hose auf den salzwerken soviel als eine gelte, um damit zu schöpfen. wenn sie einen stiel hat, so heiszt sie eine schaufelhose. Jacobsson 2, 289ᵃ. so namentlich in Halle a. S.: neben dem ständer sah man auch die hosen, die wasserhosen, hölzerne, oben offene fäszchen mit querhölzern über der öffnung, in denen von den mägden das wasser aus den brunnen oder aus dem flusse in die küche getragen wird. G. Hesekiel Schellen-Moritz (1869) 1, 51.
b)
hose, ein hölzernes gefäsz, in das butter eingedrückt wird: wir bürger werden uns schneiden lassen wie butter aus der hose, und muesz aus dem topfe. Chr. Weise lustredner 51; als masz: zwei hosen butter, sieben mandel käse. abs. com. 359.
c)
hose, kupfernes oder blechenes, langes und tiefes gefäsz zum herbeibringen der kohlen in die küche. vgl. kohlenhose.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1837, Z. 47.

hossen, verb.

hossen, verb.
schüttern, sich stark bewegen, ein bairisches und schwäbisches wort, mhd. hossen schnell laufen Lexer wb. 1, 1345; bairisch hossen gehn, laufen, rennen, aus dem hause gehen, ausgehen, auszer dem hause herum gehen, hausieren, spazieren gehen Schm. 1, 1181 Fromm.; die kugel rennt hossen, sagt der kegelspieler, wenn sie von der bahn abspringt. 1182; in Tirol hossen rütteln, stark in bewegung setzen mit dabei verbundenem getöse, z. b. der wagen hosst, der vater hosst das kind auf den knien. Fromm. 6, 155; in Kärnten hossen schaukeln, namentlich auf den knien, wobei hoss! hoss! gerufen wird. Lexer 144; in Schwaben hossen wiegen, schaukeln, hin und her, auf und ab bewegen Schmid 288. H. Sachs braucht das wort von der erschütterung beim lachen (wofür sonst hotzeln, s. unten):
des lacht man mein, das man thut hossen.
1, 542ᵃ;
ir wert lachen, das ir müst hossen.
3, 1, 238ᶜ;
jetz lach wir all sein das wir hossen.
3, 2, 32ᵈ.
In anderm sinne: es will nicht hossen. hossen heiszt geleiten, weichen, fort gehen. was nun nicht fort will, und da kein glück bei ist, das kann nicht hossen, es stehet und will nit fort. Agricola sprichw. 1537 no. 620. in dieser bedeutung, wofür aber sonst hotten (s. d.) gebraucht wird, würde das wort zunächst mit hessisch huscheln eilfertig, ungenau arbeiten, huschelig, hosselig, unordentlich, huschel, hossel eine unordentliche frauensperson (Vilmar 180) sich berühren.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1843, Z. 74.

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Zitationshilfe
„hossen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hossen>.

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