Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hudelei, f.

hudelei, f.
1)
lumpichtes, liederliches wesen: hudelei id quod non est sine sordibus Schottel 1338; hudelei parsimonia rusticana, frugalitas inculta, illiberalitas et tenacitas Stieler 804; namentlich liederliches arbeiten: womit er (Apelles) nicht die eilfärtige hudelei gelobet, sondern zu erkennen geben wollen, dasz ein allzugroszer fleisz und viel zu geschäftige mühe bisweilen auch schädlich seie. Sandrart academie (1675) 2, 31.
2)
schererei, plage, vexieren: hudelei, exagitatio, divexatio, molestia Stieler 804; auf der lauten schlagen allerlei sudelei etlichen zum lobe, und allerlei hudelei etlichen zum tadel. Klopstock 12, 59;
was, spricht er, schiert mich wohl die grillenfängerei?
was nützt der ganze kram gelehrter hudelei?
Günther 574;
je weniger ich von der welt
und ihrer hudelei erfahren.
Gökingk 1, 214;
hu hu! despotenhudelei!
gott wahre mich vor sclaverei.
Bürger 20ᵇ;
vgl. auch lobhudelei, eigentlich das plagen mit lob. s. hudeln.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1861, Z. 66.

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Zitationshilfe
„hudelei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hudelei>.

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