Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

huien, verb.

huien, verb.
schnell thun; schweiz. hujen, hüjen, in die wette eilen. Stalder 2, 61, kärntn. huien, eilen, übereilen Lexer 145; schwäb. huien plagen das.; nassauisch huien eilen, aber auch tauschen, wobei aus eile nicht alles genau erwogen wird. Kehrein 204; überhuien übereilen (das.), etwas obenhin machen: so mag man es (ein schriftstellerisches stück) dan auch so überhuijet wiederkriegen (von der erbetenen durchsicht). Krause erzschrein der fruchtbring. gesellschaft s. 143 (von 1637). huien aber auch schlemmen, schwelgen: dasz er gestern in einer compagnie gewesen, in welcher man stark gehuiet hätte, da er denn so unglücklich worden, und in trunkenheit sich betäuben lassen, seinen guten hut vor einen so liederlichen hinzugeben. Salinde 33.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1886, Z. 5.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
honigteig hunger
Zitationshilfe
„huien“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/huien>.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)