Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

huldreich, adj.

huldreich, adj.
gratiosus. Stieler 1582; in passivem sinne nach einer etymologischen bemerkung Luthers: wir künnens nicht besser nennen, denn holdselig, dem jederman hold und günstig ist, davon unser deutscher name Huldereich gemacht ist. 4, 179ᵇ; jetzt in activem sinne, reich an huld, reichlich gnade zeigend: schon hebt sich der ernst von des fürsten stirne hinweg. huldreich sieht er mich an, wie in jenen tagen, als er mir diese kostbaren gemählde unvermuthet schenkte. Göthe 14, 170;
wie hat (gott) dein väterlichs erbarmen,
wenn wir gar oft in sünden-strudel kommen,
auf erden dort sich unser armen
so huld- und liebreich angenommen!
Brockes 3, 643;
an die stelle
huldreich vertraulicher herablassung
war feierliche förmlichkeit getreten.
Schiller Piccol. 2, 2.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1894, Z. 1.

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Zitationshilfe
„huldreich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/huldreich>.

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