Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

huldung, f.

huldung, f.
treugelöbnis der unterthanen gegen den herrn: homagium huldunge Dief. 279ᵇ; als er nun gepürlich huldung von den verwandten des reichs forderet. S. Frank chron. 192ᵇ; häufig in der verbindung huldung thun: auf das tetten im huldung die von Frankfurt. deutsche städtechr. 3, 278; inen zu schweren und huldung zu thun. bei Luther 3, 106ᵃ; montags nach Johannis des heiligen teufers haben bürgermeister, raht und gemeine stad Augsburg röm. keiser. maie. huldung gethan ... und die huldung ist geschehen mit aufgereckten fingern. 5, 33ᵇ; so thun die leute recht, dasz sie den kaiser annehmen, und thun ihm huldung. Melanchthon 6, 619 Bretschneider; dasz sie (die räthe) von der ritterschaft und städten, geistlich und weltlich, aller stände des landes Preuszen, huldung thun sollen. Waissel chron. (1559) 283ᵃ. seit dem 17. jh. durch huldigung verdrängt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1894, Z. 31.

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Zitationshilfe
„huldung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/huldung>.

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