Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hulst, m.

hulst, m.
ilex aquifolium, stechpalme. ahd. hulis ist von ruscus, dem mäusedorn gebraucht (Graff 4, 881), der seit uralter zeit zu zäunen verwendet wurde, der name scheint mit rücksicht darauf (als hüllender, einschlieszender) gewählt. auch nhd. ruscus huls Dief. 504ᵇ; daneben taxus huls, hulsbaum, verderbt holczbaum 574ᵇ; chamaeleon hulse 92ᵇ (sonst chlette, distel, eberwurtz); mit angetretenem t zufrühest niederländisch: hulst ruscus silvestris, aquilenta, aquifolia Kilian; ins französische aufgenommen als houlx, später houx (Diez 2, 348); der mäusedorn heiszt dort petit houx, houx-frelon, houx-fourgon, housson. nhd. ist das wort, meist auf die stechpalme bezogen, in verschiedenen formen vorhanden, die Nemnich 3, 217 aufführt: die hülse, der hülsenbaum, hülsenstrauch, hulse, hulst, hülst, hülsch, holst, hülze, hüllgeholz; hulst führen norddeutsche dichter in die schriftsprache ein:
umschattet rings von erl und hängebirk und hulst.
Schmidt von Werneuchen alm. 1802, s. 122;
(wo) wacholdergesträuch um die hünengräber der vorwelt
wuchernd kroch und stechender hulst mit glänzenden blättern.
Voss 1, 54.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1902, Z. 31.

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Zitationshilfe
„hulst“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hulst>.

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