Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hundeloch, n.

hundeloch, n.
canis tugurium, carcer canis, cubile canis. Steinbach 1, 1063; auch auf ein schlechtes gefängnis übertragen:
wollten ihn (Wallenstein) drauf die Nürnberger herren
mir nichts, dir nichts ins carcer sperren;
's war just ein neugebautes nest,
der erste bewohner sollt es taufen.
aber wie fängt ers an? er läszt
weislich den pudel voran erst laufen.
nach dem hunde nennt sichs bis diesen tag.
Schiller Wallenst. lager, 7. auftr.;
so ein flegel gehört ins hundeloch. Chr. Weise comöd. 178;
da kamen die scherganten bald ...
und führten ihn ins hundeloch.
Wichgrevii Cornelius relegatus, deutsch von Sommer, C iiij;
den Fritzen, die canaille,
wirft man ins hundeloch.
Freiligrath dicht. 3, 76.
s. hundsloch.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1922, Z. 48.

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honigteig hunger
Zitationshilfe
„hundeloch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hundeloch>, abgerufen am 25.01.2022.

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