Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hundeschläger, m.

hundeschläger, m.
scharfrichterknecht, der herrenlose hunde auffängt und tödtet, schinder überhaupt: hundeschläger canicida Hederich 1341; hundschlager Kirsch cornuc.; älter huntslaher, huntschlaher: dasselb heuslein, .. ee und man das abprach und fur die stat setzt, darinnen itzunt der huntslaher sitzet. Tucher baumeisterb. 267, 24; hundsschlaher. fastn. sp. 376, 9; sprichwörtlich: wann got einen hund schlagen wil, so beschert er im einen hundschläger. Frank sprichw. 1, 50ᵇ; sein name als der eines ehrlosen, dient als schimpfname: das er uns so schendlich lestert, und hundschlaher nennet, und mit fudder vol schmachwort uberschütt. Luther 3, 66ᵃ; er wohnt in ehrloser umgebung: mein (eines hurenwirts) nachbauer der huntschlager geb eim ein ganz roszhaut und xx pfund waks dran umb v gulden. Schade sat. 3, 281, 36; dafür mein nachbaur der hundschlachter und keibenschinder. 179, 10.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1930, Z. 3.

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honigteig hunger
Zitationshilfe
„hundeschläger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hundeschl%C3%A4ger>, abgerufen am 18.01.2022.

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