Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hunds-

hunds-,
dieser gekürzte genitiv von hund wird vom 14. jh. ab häufig in uneigentlicher composition angewendet, wovon nachstehend eine reihe von beispielen. die moderne sprache seit dem 18. jahrh. ist diesen compositen abgeneigt, sie zieht die eigentlichen mit hunde- vor, und so haben sich nur wenige solche genitive als erste compositionsglieder allgemein erhalten (hundsstern, hundstage, hundswuth u. a., sowie pflanzennamen). in den mundarten jedoch, vorab den oberdeutschen, sind sie noch ganz gäng und gäbe. im alemannischen gibt es mit hunds- eine grosze reihe verstärkender zusammensetzungen (hundsdürr, hundselend, hundsschlecht, hundserbärmlich und ähnl., als fluch hundsdunner, hunds-chetzer. Fromm. 5, 13), ebenso im fränkischen (3, 360. Kehrein 204), und im bairischen (Schm. 1, 1128 Fromm.). vergl. dazu unter hund sp. 1916.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1932, Z. 8.

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Zitationshilfe
„hunds-“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hunds->, abgerufen am 27.01.2022.

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