Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hundshunger, m.

hundshunger, m.
heiszhunger, appetitus caninus, eine krankheit der menschen: den hundshunger oder kuehunger, welchs ein morbus ist, do die leut nimmer satt werden. Thurneiszer magn. alchym. 2, 115; rockenbrot in baumöl geweicht ist gut wider den hundshunger, dasselbig gessen. Tabernaem. 592; und doch, wenn das extrablättchen mitten im entscheiden wäre, würde jeder aus hundhunger nach bloszen vorfällen reiszaus nehmen und auf nichts auslaufen, als auf die fortsetzung der vorfälle. J. Paul Hesp. 3, 29. auch krankheit der pferde: von dem wolfs oder hundshunger. diese krankheit, so von den alten scribenten der hundshunger ist genennet worden, quälet und schwächt die pferde gewaltig. Uffenbach neues rossbuch 2, 159.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1937, Z. 31.

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honigteig hunger
Zitationshilfe
„hundshunger“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hundshunger>, abgerufen am 19.01.2022.

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