Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hundsklinke, ursprünglich f.

hundsklinke, ursprünglich f.,
ein aus der ältern holländischen volkssprache bezeugter, aber wol allgemein niederdeutscher name für cunnus caninus (vgl. van Helten, proeven van woordverklaring, Rotterdam 1871, s. 60), dann wie hundsfott, und masculin, als schimpfwort für einen erbärmlichen kerl, auch holländ. hondsklinck: sie seind privilegiert einander zu injurieren und diffamiren, gleich den comödianten, da ich oft im spiele gesehen, dasz sohn oder tochter dem vater eine ohrfeige gegeben und mit einem huntzklinken oder bärenhaut bedecket (d. h. ihn so oder bärenhäuter genannt haben). interim 524; ihr dörft noch wol einen guten prediger geben, aber nicht für cavallier und standespersonen, sondern für coujonen, für hundsklinken und bernhäuter. Schuppius 382.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1937, Z. 76.

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honigteig hunger
Zitationshilfe
„hundsklinke“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hundsklinke>, abgerufen am 27.01.2022.

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