Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hundsstern, m.

hundsstern, m.,
wie griech. κύων, stern im sternbild des hundes (sp. 1919), der Sirius, der als besonders heisz gedacht wurde; in der Meinauer naturlehre heiszt er noch lateinisch-gelehrt canis: (in den hundstagen) sô gât die sunne bî eime sternen, der heiʒit canis, wan er als reht ubil ist. s. 14; erst im 15. jh. ist die deutsche übersetzung nachzuweisen: sirus die hondesterne Dief. 538ᶜ (niederrheinisch, aus der gemma gemmarum); und hieraus erkennet man den wahn der sterndeuter, welche die hitze der hundstage dem hundssterne zugeschrieben, der alsdenn mit der sonne aufgehet. Chr. Wolff von den würkungen der natur s. 325; uh, du flammender hundsstern! Fr. Müller 1, 162;
jetzund da eben der hundsstern sich auch erzeiget.
Weckherlin 867;
wie wenn zu sommerszeit die dünstigen gefilder
der grimme hundsstern brennt.
P. Fleming 17;
nun sich der hundestern läst spüren, da man auch
die frucht wil schneiden ab.
Rist Parn. 403.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1940, Z. 65.

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honigteig hunger
Zitationshilfe
„hundsstern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hundsstern>, abgerufen am 01.03.2021.

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