Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

hurlebaus, m.

hurlebaus, m.
lärmen, tumult, saus und braus, mhd. hurlebûs (mhd. wb. 1, 734ᵇ); hurlabûs bei Schm. 1, 1161 Fromm. (von 1455). ein malendes wort, das sich an das unten folgende hurlen und an bausen (theil 1, 1200) anschlieszt; dann auch auf das lärmen machende kriegsinstrument, die büchse oder kanone, übertragen:
das thuͦt die büchsz, der hurlebusz.
Murner luth. narr 79;
nu sum dich nit und sags herusz,
ee dasz ich kum mit hurlebusz.
2511;
dreimol chlöpft der hurlibaus, nei loset, wies schüttet,
lueget, wies dur d' chlimse blitzt.
Hebel (1853) 1, 150.
im niederdeutschen aber ist das offenbar identische hurlputz ein schlag, stosz:
hedd ik dat nicht gedan, ik hedd oftmals gekregen
hurlputzen, ok wol oft must kamen vör den degen.
Lauremberg 1, 384 Lappenb.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1875), Bd. IV,II (1877), Sp. 1967, Z. 17.

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Zitationshilfe
„hurlebaus“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hurlebaus>, abgerufen am 17.10.2021.

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