Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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huss

huss,
hetzruf an hunde; auch gebraucht zum verjagen von thieren. Schm. 1, 1183 Fromm. Lexer kärntn. wörterb. 146. bei schilderung der verfolgung von menschen: und gibt ein ieder husz zuͦ, dasz der unden ligt in nöten yemehr von iederman verlassen, und als got und der welt ein grewel, gehaszt wirt. S. Frank sprichw. 2, 38ᵇ; da schreyet jederman husz an den ketzer. Mathesius hist. von Jesu Chr. 2, 12ᵇ; einige waren so muthwillig, dasz sie durch ein unaufhörliches husz! husz! diese erhitzten vertheidiger der wahrheit in ihren kritischen untersuchungen (gemeint ist eine balgerei aus anlasz einer streitfrage) noch mehr anfeuerten. Rabener sat. 2, 249. Schweizerisch hat sich ein masc. husz, hausz der hund, aber auch unmensch, wüterich gebildet (Stalder 2, 28. 66), wol nach dem hetzruf. — husz, lang gesprochen, aber ist daselbst ein ausruf des ekels und abscheus. Stalder 2, 66. Tobler 282ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 1975, Z. 73.

hussen, verb.

hussen, verb.
huss rufen; hetzen, zunächst von hunden, aber auch von menschen, aufhussen aufhetzen, anhussen antreiben. es ist bairisch-östreichisch Schm. 1, 1183 Fromm. Lexer kärntn. wb. 146. Fromm. 6, 156; und es hat sich daran ein adjectiv hussig, husig, kärntn. hussik schnell, frisch, hurtig, munter, in jenen ländern gebildet.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 1976, Z. 28.

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Zitationshilfe
„hussen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/hussen>, abgerufen am 17.10.2021.

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