Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ia, ya, yah

ia, ya, yah
geschrieben, das schreien des esels, ruditus: als Ulenspiegel nuͦn mit dem rector und etlichen magistri kam, da legt er seinem schüler (dem esel) ein nüw buch für. so bald er das in der kripfen fande, da warf er bald die bletter hin und her, den habern suͦchen; als er nüt fand, da begund er mit lauter stim zuͦ schrein: i. a. i. a. da sprach Ulenspiegel: 'sehen, lieber herr, die zwen vocal i und a, die kan er ietzund; ich hoff, er sol noch guͦt werden'. Ulenspiegel (Lapp.) 41. im sprichwort heiszt es: wenn der esel zur mühle kommt, so sagt er i-a. Simrock deutsche sprichw. (2. aufl.) 2176. auch bildlich wird es gebraucht: als ein wahrer esel friszt er (der recensent) die disteln die um meinen garten wachsen, nagt an der hecke die ihn vor solchen thieren verzäunt und schreit denn sein critisches i! a! ob er nicht etwa dem herrn in seiner laube bedeuten möchte, ich bin auch da. Göthe und Werther (2. aufl.) 117. der esel selbst kann so heiszen:
zieht ein esel über Rhein,
kommt ein i-a wieder heim.
Simrock d. sprichw. 2193.
vgl. chika, gigag, hika, iha, ihha, ika.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2016, Z. 19.

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Zitationshilfe
„ia“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ia>, abgerufen am 13.08.2020.

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