Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

idealisieren, verb.

idealisieren, verb.:
hätte schon von der wiege an eine idealisirende kunst sie umgeben. Schiller an Göthe 1, 7; er tritt von einem leeren und unbestimmten ideal in ein bestimmtes thätiges leben, aber ohne die idealisirende kraft dabei einzubüszen. 180. reflexiv, in der bedeutung sich zum ideal, zur idee einer sache erheben: wie sehr sind wir (Lessing und Herder) aber in dem eindrucke verschieden, den dieses stück (Sophokles Philoktet) machen soll. einer von beiden kann nur recht haben, und der andre hat sich nur nicht gnug idealisiren können, um nicht zu lesen, sondern zu sehen. Herder krit. wälder (1769) 1, 62.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2039, Z. 38.

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Zitationshilfe
„idealisieren“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/idealisieren>, abgerufen am 10.08.2020.

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