Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ietlich, pron.

ietlich, pron.
jeder, mhd. ietelîch, ieteslîch aus ie etelîch, ie eteslîch; eine seltenere und nur in ältern quellen vorkommende bildung, die durch jeglich (s. d.) unterdrückt worden ist: die sechs waren ir ietlicher 4 tag auf der vesten. d. städtechr. 2, 284, 16; es ist unter einem ietlichen tor gestellet worden ain wagenbüchsen. 290, 9; iedlichem sein gepürlich recht zu geben. 10, 232, 16; die mühe und arbait so ietlicher haben musz. 11, 793, 23; welche ouch uns alle ingemein und ein iedlichen insunders uberhorten und frogten einen nach dem andern. Basler chron. 1, 448, 26; wie ein yedlicher mensche für sich selbs muͤsz rechnung geben vor dem strengen gericht Christi. 458, 12; wie dan ein yedlicher in glichem vall begert mit im gehandlet ze werdenn. 466, 42;
ein ietlicher thuͦt sein heiligen rüemen.
Schade sat. 1, 17, 178.
in der form idlich: und di juden ir idleicher taidingt sich selb aus umb gelt. d. städtechron. 1, 26, 1; von eim geherten stadel von idleichem anderthalb guld. 29, 19.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2043, Z. 63.

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Zitationshilfe
„ietlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ietlich>, abgerufen am 13.08.2020.

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