Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

immittels, immittelst, adv.

immittels, immittelst, adv.
1)
mittlerweile, inzwischen, assimiliert aus inmittels, inmittelst (s. d.): befahlen mir immittelst. Schweinichen 1, 214; er ward drei ganzer jahre lang in der haft behalten, und immittelst bewegten die geflüchteten Portugisen himmel und erde, dasz ihr könig ihnen möchte frei gegeben werden. Gebauer bei Lessing 6, 149; immittelst geben einige leute den ton an; der grosze haufe stimmt ein. Wieland 13, 278 (266); einer von meinen leibeignen .. wird alles, was er hat, heimlich den abgehenden kindern zuwenden. immittelst wollen diese von dem hofe ausgelobet sein, und der anerbe wird ihnen ihren erbtheil bei lebendigem leibe der eltern .. auszahlen müssen. Möser patr. phant. 3, 267;
so nehmt nun disz immittelst,
auf euren nahmenstag, das keines groszen tittels
des lobes würdig ist.
P. Fleming 64;
immittels werd ich oft vor diesem fenster stehn.
652;
immittelst nahm mein alter zu.
Günther 196.
2)
selten local, in der mitte zwischen:
ich schweb itzund immittelst tod und leben.
Hoffmannswaldau getr. schäfer s. 96.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2079, Z. 22.

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Zitationshilfe
„immittelst“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/immittelst>, abgerufen am 08.08.2020.

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