Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

impfling, m.

impfling, m.
1)
geimpfter oder zu impfender zweig, impfreis: die junge pflanzzweig oder impfling soll man impfen, verpflästern, oder zweigen, allweil die bäum inn der milch oder im saft sindt. Sebiz 52.
2)
übertragen, auf kinder, wie spröszling: die sorgfeltige wartung, so an seine (des mannes) recht eingeimpfte impfling, zweig und erben angewendet wird. Garg. 66ᵇ; auf schüler: da nämlich das markgräfliche konsistorium .. mehre seiner (des kirchenrats Seiler) werke .. den fürstenthümern Bayreuth und Anspach, nämlich den kindern darin, eingeimpft hatte: so hielten wir impflinge, auf welcher schulbank wir auch saszen, immer etwas gedrucktes in der hand, was wir unsern 'Seiler' hieszen. J. Paul leben Fibels 3.
3)
impfling, ein mit den kuhpocken zu impfender oder geimpfter mensch: jeder impfling musz frühestens am sechsten, spätestens am achten tage nach der impfung dem impfenden arzte vorgestellt werden. impfgesetz des deutschen reiches vom 8. april 1874, § 5.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2080, Z. 74.

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Zitationshilfe
„impfling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/impfling>, abgerufen am 08.08.2020.

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