Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

inbildung, f.

inbildung, f.
das bilden im innern: fantasia trugnisse o. ein selb komende ynbildunge Dief. 225ᵃ (oberdeutsch, 15. jh. neben elbisch betrugnisse, eynbildunge selbkomende unbedocht daselbst); eyn inbildung ł unbedachtes ynkummen ł ein truͤgnusz ebenda; disz sind dye innerlichen kreft, die neigung, die bewegung, die begirden, dye inbildung, dye fantasyen, die gedenk, und dye zornliche kraft. Keisersberg bilg. 8ᵈ; (die vernunft soll die inbilderin) recht ordnen und anwysen zuͦ heiligen und guͦten inbildingen und fantasien von dem lyden Christi. ebenda; würstu also getroffen in dynem herzen durch den mund des predigers oder durch din lesen, oder durch andere guͦte inbildung und bewegung. 11ᵇ. später vor einbildung verschwunden; wenn bei Rist inbildung wieder erscheint: bäurische seelen voller hoffertiger inbildungen stecken. adel. hausvatter (1650) 19, so ist das wol nach dem zu in A, 2 sp. 2082 gesagten zu nehmen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2105, Z. 1.

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Zitationshilfe
„inbildung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/inbildung>, abgerufen am 07.08.2020.

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