Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

influenz, f.

influenz, f.
aus dem spätlatein. influentia.
1)
bezogen auf den einflusz, den nach mittelalterlicher lehre die sterne, namentlich die planeten auf die erdengeschöpfe, vorzüglich den menschen üben: influentia, der einflusz, die würkung des gestirns. Nehring hist.-pol.-jur. lexicon (1736) 599; entstund alsbald ein solche änderung und alteration meines gemüths in mir, als ob alle influenzen desz himmels sich in demselben wie bei der sündflusz ergieszen. Fischart groszm. bei Scheible 8, 546; in freier anwendung:
dazu die nymfen dan durch ihrer augen brand
mit süszer influenz leuchteten wie cometen.
Weckherlin 850.
2)
influenz, ansteckende seuche:
wenn durch das volk die grimme seuche wüthet,
soll man vorsichtig die gesellschaft lassen.
auch hab ich oft mit zaudern und verpassen
vor manchen influenzen mich gehütet.
Göthe 2, 13.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2113, Z. 25.

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Zitationshilfe
„influenz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/influenz>, abgerufen am 15.08.2020.

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