Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

ingrün, adj.

ingrün, adj.
und subst.
1)
als adj. sehr grün: ingruͤn, vast gruͤn, perviridis Maaler 236ᵇ, mhd. ingrüene:
er schein ingrüene sam der louch
dem ab geschrôten ist der kil.
Partenop. 12436 Bartsch.
2)
als subst. eine immergrüne pflanze, theils wintergrün, vinca, theils auch eine art der waldrebe, clematis: pervinca ingruͤn, ingrun, ingrien, nd. ingrone Dief. 431ᵃ; vinca ingruene, inngrun 619ᶜ; tryuncula ingrun 598ᵇ; auch semperviva ingrun 526ᵃ (sonst hauslauch); darumb das es alzeit grün bleibt nent man disz kraut (pervinca) yngrün. Bock kräuterb. (1556) 149; s. Johans kraut, ingrün, abbisz, schellkraut (pflanzen, die hagel und donner abwenden). M. Sebiz feldb. 8; es gibt ein kraut ingrün, auf lateinisch vinca pervinca genandt. Hohberg 3, 2, 202ᵃ; inngrün (als pflanze die zu einem wundtranke gebraucht wird). 1, 307ᵇ. bei Maaler 236ᵇ ingrien, ein kraut, vinca pervinca, clema (von ingruͤn perviridis gesondert), 510ᶜ yngruͤn herba clematis; wahrscheinlich dasselbe ist Hohbergs ingrichen: wann die kuh gekalbet und die secundina bei ihnen bleibet, .. siede ingrichen und gib es ihr zu trinken. 3, 2, 240ᵃ. vergl. auch eingrün theil 3, 193.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2117, Z. 11.

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Zitationshilfe
„ingrün“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/ingr%C3%BCn>, abgerufen am 08.08.2020.

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