Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

innern, verb.

innern, verb.
erinnern, mhd. innern, aus inner gebildet, während gleichbedeutendes ahd. innôn, mhd. innen auf inne zurückgeht; theils transitiv, einen erinnern, ermahnen:
dô begunde er inren
dî helfammin sulchir list;
er sprach: daʒ haldit alle vrist,
swaʒ knehtelîne wirt geborn,
dem sî der tôt von ûch irkorn.
Jeroschin 3868;
theils reflexiv, sich erinnern:
swenne er ir wunnen inret sich.
minnes. 2, 284ᵇ Hagen;
in erster construction noch spät nachklingend: einen innern, geinnern Schm. 1, 95 Fromm. (aus Heumanns opuscula 1747); jetzt allgemein und wol schon vor dem 16. jh. zu gunsten von erinnern (theil 3, 858) erloschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2134, Z. 30.

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Zitationshilfe
„innern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/innern>, abgerufen am 06.08.2020.

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