Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

innigkeit

innigkeit,
1)
nach innig 1, innerlichkeit, innerstes wesen: man sag den menschen guͦts was man wöll, so ist ir herz unsaftig in aller innigkeit. Keisersberg baum d. sel. 7ᵃ.
2)
nach innig 2, in der ältern sprache andacht Lexer wb. 1, 1438: so stund he denne an dem kore mit godes vruchten in groter innichheit. d. städtechron. 7, 61, 18; neuer überhaupt von der tiefe der empfindungen: wie will der weltmann bei seinem zerstreuten leben die innigkeit erhalten, in der ein künstler bleiben musz, wenn er etwas vollkommenes hervorzubringen denkt. Göthe 19, 20; indessen recommandirt diese gedichte wie ich schon gesagt habe, eine gewisse lieblichkeit, innigkeit und mäszigkeit. an Schiller 1, 327;
die aber ist die beste, die sich fremdes
aneignen kann mit wahl, an ihrem herzen
es trägt und pflegt mit innigkeit und liebe.
Schiller Piccol. 3, 8
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2135, Z. 67.

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Zitationshilfe
„innigkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/innigkeit>, abgerufen am 08.08.2020.

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