Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

insasse, m.

insasse, m.
der innerhalb einer gemeinde oder eines hauses wohnung hat, mhd. insæʒe; der ortseingesessene: welher das recht im gericht zuo Niderbüren anrüfft, er sy gast oder insesz. weisth. 1, 219 (st. Gallen, von 1469); der mietsmann: es seien eigen hausgenossen oder insessen. Tucher baumeisterb. 232, 8; bei den neueren auch freier: der du lieber leisen, als lauten trittes die gefilde des edleren wissens durchwandelst, aber dennoch ein reicherer und mächtiger insasse bist, als viele der lautesten schwärmer und lärmer. Bürger 287ᵃ; sitzt man einmal da (im kopfe der riesenstatue), in solchen gehirnkammern mit seinen eignen, so ist kein fürst glücklicher als der insasse. J. Paul biogr. belust. 1, 37; der insasse eines wagens, passagier;
nun noch in diese kammer tritt —
ein einzig fenster giebt ihr helle!
starr, wie ein steinbild von granit,
dasteht der insasz dieser zelle!
Freiligrath dicht. 3, 64.
vgl. einsasse.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2138, Z. 4.

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Zitationshilfe
„insasse“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/insasse>, abgerufen am 04.08.2020.

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