Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

inschrift, f.

inschrift, f.
das wo eingeschriebene; ein altes wort: zeiget mir den pfenning: wes bilde und inscrift hât her? Behaims ev.-buch, Luc. 20, 24; das aber in den wörterbüchern des 17. und 18. jahrhunderts bis auf Adelung nicht aufgeführt wird und erst um diese zeit erneuert wird, in bezug auf das epigramm: man hat das wort epigramm verschiedentlich übersetzt: durch überschrift, aufschrift, innschrift, sinnschrift, sinngedicht, u. s. m. Lessing 8, 425; aufschrift und innschrift müssen sich begnügen, das zu bedeuten, was das epigramm in seinem ursprunge war. ebenda; aber auch sonst: inschrift auf einem steine; die inschrift einer münze, eines gerätes; eine alte inschrift entziffern; verschiedene alte innschriften (in tempeln) .. in welchen eines pontificis Vestæ gedacht wird. Lessing 6, 439; die inschrift: gedenke zu leben! ist trefflich, und wird es noch vielmehr, da sie an das verwünschte memento mori erinnert und so schön darüber triumphirt. Schiller an Göthe 1, 168;
die inschrift (eines carneols) aber hat nichts hinter sich.
Göthe 5, 6.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1876), Bd. IV,II (1877), Sp. 2138, Z. 60.

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Zitationshilfe
„inschrift“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/inschrift>, abgerufen am 08.08.2020.

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