Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

irrer, m.

irrer, m.,
mhd. irrære, in verschiedenem sinne:
1)
nach dem transitiven irren 3, störer, hinderer: irrer desz friedens. ordn. des landfriedens v. 1521 xiv; ausz den werden leichtlich verführer und irrer geborn. Paracelsus opp. 2, 100 B.
2)
auch, wie mhd. oft, störer des rechten glaubens, irrlehrer, ketzer: die Wicklefisch ketzerei verdampt, Joannes Husz und Hieronymus von Prag, all irrer der selben ketzerei, verbrent. S. Frank chron. 330ᵃ.
3)
nach dem intransitiven irren 2 und 3, der irre gehende: irrig oder irrer, errans, erroneus. voc. inc. theut. k 7ᵇ; wir sind irrer, so lange wir streber sind.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2167, Z. 37.

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Zitationshilfe
„irrer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/irrer>, abgerufen am 11.08.2020.

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