Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

itrücken, verb.

itrücken, verb.
widerkäuen, ahd. ita-rucchan, et-ruchan, ags. ed-rêcan (vergl. ags. rocettan rülpsen), mhd. iterücken, itrücken; ruminare yderichen, itterichen, ederichin, hedericken, idricken Dief. 503ᶜ; ein landschaftlich weit verbreitetes wort: darumb ist ein ochsz ein zweideuwig thier, douwet in dem magen die speisz und auch in dem maul; das ist denn, so er mit dem maul also mewet, in Schwaben sprichet man ydrigen. Keisersberg sünden d. m. 7ᵇ; sie (die ochsen) sollen vast fressig sein, und doch nit bald verüdrichen, dann die selben verdawen am besten. M. Herr (Straszb. 1538) bl. 63ᵃ; heute noch bairisch itrucken Schm. 1, 176 Fromm.; in Tirol itrichen und itern Fromm. 6, 158; in der Heanzen - mundart iritruckchen 331; in Kärnten iterachen Lexer 150; am Neckar irrüchen; in der Eifel idrigen. Fromm. 6, 15; rheinisch und in der Wetterau itrüchen, itrichen, idrichen, iterichen, irerichen Kehrein 209; schlesisch, im Gläzer gebirge, idrocka. Fromm. 4, 173. umgedeutet ist indrucken ruminare, eintrucken Schm. 2, 48 Fromm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2183, Z. 10.

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Zitationshilfe
„itrücken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/itr%C3%BCcken>, abgerufen am 11.08.2020.

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