Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jährling, m.

jährling, m.
wesen von einem jahre; gewöhnlich bezogen auf schafe die ins zweite jahr gehen: etliche lämmer und jährling stalen. Kirchhof wendunm. 273ᵃ; unter einer heerde aber finden sich melkschafe, hämmel oder steere, jährlinge und lämmer. Becher hausvater (1714) 716; in Garden, einem dorfe zwei meilen von Stettin, sind meinem schwiegersohne zwei scheunen und der schafstall mit 200 jährlingen verbrannt. Zelter an Göthe 794; seltener auf rindvieh: jährlingskalb, jährling, färsenkalb Nemnich 1, 646; auf wildschweine: (Hackert und genossen) bekamen bei groszen jagden jährlich ein wildes schwein; Hackert hat öfters vier bis fünf bekommen. bei kleinen und mittelmäszigen jagden .. bekam er allemal einen jährling von 120 pfund. Göthe 37, 239. witzig auf predigten gewendet: sie halten jahr für jahr die predigten, die sie in besseren tagen auswendig gelernt haben, was das landvolk mit dem ausdruck bezeichnet: einen jährling schlachten. verhandl. der sächs. 2. kammer 1864 s. 3229.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2245, Z. 22.

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Zitationshilfe
„jährling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/j%C3%A4hrling>, abgerufen am 28.10.2021.

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