Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jäscht, m.

jäscht, m.
schaum, neben gäscht, s. d. belege th. 4¹, 1432:
o die glieder triefen
voll angstschweisz! ach des achs! der laue brunn der dürren adern schwellt
den jäscht der purpur-flut; mein blutschaum schreibt mein elend in den sand.
Lohenstein in Wackernagels leseb. 2 (1876) 593;
seht welch ein grüner jäscht auf mund und lippen sitzt.
Hallmann Antiochus 31;
der schmerz erregt mir jäscht und geifer,
den spei ich dir ins angesicht.
Günther 202;
es heult sein (Bysanz') wilder hund dem adler in den klauen,
und wirft dem Mahomet so jäscht als fluch empor.
572.
vgl. auch unten jäst.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2265, Z. 4.

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Zitationshilfe
„jäscht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/j%C3%A4scht>, abgerufen am 22.10.2021.

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