Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jüdischheit, f.

jüdischheit, f.
1)
jüdische art, jüdischer glaube: werden dar durch verfürt das sie verharren in irer jüdischhait. Reuchlin augensp. 1ᵃ; dasz er sag auf seine jüdischheit, ob es seyen die fünf bücher Moses, darauf er schweren soll. Amberger acten bei Schm. 1, 1202 Fromm.
2)
jüdisches volk, die judenschaft: ain püechel ains grôʒen maisters in der jüdischait. Megenberg 469, 7; die jüdiesheit zu Nürenberg die haben mir geliehen iijᶜ gulden. Conb. v. Weinsberg einnahmen- u. ausgabenregister (1437-38) s. 35; die (zwei büchlein) seien von der jüdischait abgethon. Reuchlin augensp. 37ᵇ; wie denn auch mein schrift der ganzen jüdischeit gar viel gedienet hat. Luther 6, 508ᵃ; dasz sie die genannte jüdischeit bei den gemelten privilegien und freiheiten lassen. Ayrer proc. 2, 5;
wa ist nu das volk von Israhel,
Abraham und Daniel?
wa ist alle jüdischait?
fastn. sp. 597, 17
zuͦ trost der ganzen christenheit
do mit ir lob werd uszgespreit,
und undertruckt die schnöd jüdscheit.
P. Gengenbach fünf juden 472.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2359, Z. 59.

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judengott
Zitationshilfe
„jüdischheit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/j%C3%BCdischheit>, abgerufen am 22.10.2021.

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