Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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jüdeln, verb.

jüdeln, verb.
die art eines juden öfters zeigen; so namentlich im sprechen: er jüdelt; man merkt an dem jüdeln in seiner sprache, welcher abkunft er ist; aber auch im handeln: in Tirol jüdelen im verkaufe betrügen, wucher treiben. Fromm. 6, 160; in Vorarlberg unpersönlich, der handlungsweise eines juden ähneln: so tuͤr verkôfa, juͤdelat. 3, 305; endlich bezüglich des geruchs: juͤdela nach einem juden riechen. ebenda; bairisch juden, judnen, jüdeln nach judenmanier handeln, und einen geruch an sich haben, wie manche spürnasen ihn an gemeinen juden wittern wollen. Schm. 1, 1202 Fromm.; hennebergisch - fränkisch juͤdern, wie ein jude oder nach juden riechen. Fromm. 2, 460.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2354, Z. 4.

jüteln

jüteln, pl.
in den glashütten die haufen kleiner funken, welche sich oben über der pfanne zeigen, wenn es zeit ist, das feuer abgehen zu lassen. Jacobsson 2, 325ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2407, Z. 23.

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judengott
Zitationshilfe
„jüteln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/j%C3%BCteln>, abgerufen am 25.10.2021.

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