Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jacobsstab, m.

jacobsstab, m.
1)
stab, wie man ihn dem apostel Jacobus major beilegt und wie ihn darum die pilger nach seinem grabe tragen: muscheln und jacobsstäb. Fischart bienk. 29ᵇ;
der zehend (pilger führt) kelch und jakobsstab.
dicht. 1, 154, 843 Kurz.
2)
verborgene waffe, in einem pilgerstab versteckter dolch oder degen: jacobsstab, verborgen wehr, dolo Frischlin 453.
3)
nach der ähnlichkeit, ein instrument das die schiffer zur see brauchten, um die höhe der sonne und der sterne zu messen. math. lex. (1747) 1, 684.
4)
ein sternbild: jacobsstab oder die heiligen drei künig, Orionis cingulum Maaler 233ᵈ; Orion ist das helle gestirne gegen mittag, das die bauren den jacobsstab heiszen. Bindseils bibel 7, 501 (glosse zu Hiob 9, 9).
5)
jacobsstab, die narzisse. Hohberg 3, 1, 486ᵃ. vergl. oben jacobslilie, jacobsnarzisse.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2203, Z. 52.

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Zitationshilfe
„jacobsstab“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jacobsstab>, abgerufen am 27.10.2021.

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