Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jaghund, m.

jaghund, m.
älter für jagdhund, namentlich bei oberdeutschen schriftstellern noch bis ins 17. jahrh. üblich, mhd. jagehunt:
dô der juncherre
niht erwenden kunde
die snellen jagehunde.
Partenopier 458 Bartsch;
der jaghund, canis venaticus, jaghund der selbs aufs gejägt fart und was er findt heim bringt, vertagus Maaler 234ᵇ; und sol der scholtes bereit sein (des lehnherrn) zu warten mit drithalb pferd, mit drithalb man, einem vogel, dreien windt und zween jaghundten. weisth. 2, 32; da war Salomon eilends auf und mit seinen jaghunden vor der höle. Luther tischr. 330ᵃ; alle geistlichen sollen weder habich, spärber, falken, noch jaghund haben. S. Frank chron. 1531 359ᵃ; wie man bei uns die hasen auf weitem feld fähet mit jaghunden. Forer fischb. 50ᵃ; nah darbei der marstall und die jaghundsställ. Garg. 281ᵃ; lauft er für ihm wie ein jaghund. Schuppius 317; das wild von den jaghunden auszgespühret. 386 (neben jagthunde s. 42);
durch päse sitten edel bist,
gleich wj mein kuͦ ain jaghund ist.
Schwarzenberg 135ᵃ;
zeüh mir die jaghund schwarz und praun.
138ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2225, Z. 23.

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Zitationshilfe
„jaghund“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jaghund>, abgerufen am 18.10.2021.

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