Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jahrtag, m.

jahrtag, m.
der nach ablauf eines jahres wiederkehrende tag, gedenktag eines ereignisses: jartag anniversarium voc. inc. theut. k 7ᵃ; todestag mit kirchlicher feier: jartag parentalia Frischlin nomencl. 480; so haben wir (pfaffen) vil gestifter jartag. Schade sat. u. pasqu. 3, 215, 29; namentlich aber auch geburtstag: es geschach des dritten tages, da begieng Pharao seinen jartag. 1 Mos. 40, 20; das Herodes auf seinen jartag ein abendmal gab. Marc. 6, 21;
der geier sein jartag halten wolte,
und bat all vögel, das sie solten
zu gast auf einen abent kommen.
B. Waldis Esop 1, 79, 1;
weil ich meinen jartag ghalten.
J. Ayrer 325ᵈ (1629, 13 Keller);
oder auch sonst feier einer begebenheit: in diesen worten (den einsetzungsworten des abendmahls) hat Christus im ein begengnis oder jartag gemacht, teglich im nach zu halten in aller christenheit. Luther 1, 236ᵇ;
ich will hinfür mit newer klag
so lang ich ahtem hab den myrtischen jahr-tag
begehen.
Weckherlin 644.
s. jahrestag.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2248, Z. 21.

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Zitationshilfe
„jahrtag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jahrtag>, abgerufen am 28.10.2021.

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