Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jaspis, m.

jaspis, m.
der edelstein, griech. ἴασπις, dessen name aus orientalischen sprachen stammt; mhd. jaspis:
der übermüete Hagne   leit über sîniu bein
ein vil liehteʒ wâfen,   ûf des knophe schein
ein vil liehter jaspis   grüener danne ein gras.
Nib. 1721, 3;
auch gekürzt: iaspis jasp, jasspe, jaspt Dief. 283ᵇ; jasp neben jaspis nov. gloss. 207ᵇ; jaspen, edel gestein, jaspis Dasyp.; von dem jaspen. Megenberg 448, 31; der grüen jasp, der daʒ leipleih gesiht kreftigt. 449, 13; später wieder nur in voller form: du bist im lustgarten gottes, und mit allerlei eddelsteinen geschmückt, nemlich, mit sarder, topaser, demanten, türkis, onychen, jaspis, saphir, amethist, smaragden und gold. Hes. 28, 13; der da sasz, war gleich anzusehen, wie der stein jaspis und sardis. offenb. 4, 3; ir (der stadt) liecht war gleich dem alleredlesten stein, einem hellen jaspis. 21, 11;
manche schönheit wird entdecket
auch im jaspis, dessen schein
musz grün und mit roth geflecket,
wenn er anders echt ist, sein.
Brockes 9, 75;
gekrönter pöbel, lasz in stolzen zimmern
tapeten, jaspis und kristalle schimmern.
Chr. E. v. Kleist (1765) 32;
aus dämmerndem grunde
steigt eine rotunde
von jaspis empor.
Matthisson ged. (1794) 107.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2266, Z. 19.

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Zitationshilfe
„jaspis“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jaspis>, abgerufen am 27.10.2021.

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