Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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jasten, verb.

jasten, verb.,
ein alemannisches wort, nach den bedeutungen von jast ausgebildet; es heiszt gären, wallen, fervere, von geistigen flüssigkeiten; in einem fieberparoxysmus liegen; ungestüm eilen bei einer arbeit; in eine unruhige heftige bewegung geraten, vgl. Stalder 2, 74; in den letzteren bedeutungen am gewöhnlichsten: er wollte mit jasten und jagen es erzwingen. Pestalozzi 2, 340; was die alten Berner, ohne hast und jasten, ohne glänzende über die ganze welt sich verbreitende unternehmen, blosz durch treuen fleisz auf ihrem hofe zusammen gelegt. J. Gotthelf schuldenb. 38.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2267, Z. 39.

jästen, verb.

jästen, verb.
schäumen, gären, vgl. gästen theil 4¹, 1474: jästen, jäschten, jeschten, spumare, scheumen Schottel 1340; gieren, jästen, sieden, wie der neue wein, despumare 1325; des in dem keller jästenden mosts. Muralt pest (1721) 19; die feurige gästende gall in den zornmüthigen. Hohberg 3, 1, 396ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2267, Z. 49.

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Zitationshilfe
„jasten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jasten>, abgerufen am 19.10.2021.

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