Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jedermänniglich

jedermänniglich,
wie jedermann, meist nur in der älteren sprache, vgl. männiglich: woraus wir lernen, dasz der guten engel weise sich dahin neiget und schicket, dasz jedermenniglich sich nur für gott fürchten soll. Karlstadt bei Jäger s. 357; wie nun jedermänniglich darüber erstaunt, so ist dem papste eine offenbarung geschehen. Göthe 16, 281 (in der erzählung einer schlichten frau); sachen hinschmierte, .. wodurch er jedermänniglich rauft und zwickt. J. Paul palingen. 2, 5. dat. theils flectiert, theils nicht: bei jedermenniglichen. F. Würtz pract. d. wundarzn. (1612) 9; desgleichen wil er auch jedermenniglich vergeben und verzeihen. Reutter v. Speir kriegsordnungen 66; darausz es (das kind) lerne, wie es mit jedermeniglich gebaren solle. Agr. spr. 82ᵃ; diese gunst genosse ich bei jedermänniglich. Simpl. 1, 93 Kurz;
bei jedermenniglich verschmähet und verhast,
und wo er kommet hin, ein unwillkommner gast.
Weller lieder 252;
gen. jedermännigliches: darumb folgen die weisen jedermännigliches fuszstapfen. pers. baumg. 2, 19.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2292, Z. 74.

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Zitationshilfe
„jedermänniglich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jederm%C3%A4nniglich>, abgerufen am 06.12.2021.

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