Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jederweilen, adv.

jederweilen, adv.
zu jeder zeit; im 16. 17. jahrh., jedenfalls unter einflusz von bisweilen, unterweilen, roh gebildet: solche junge gesellen hab ich jederweilen den bösen schuldnern verglichen. Philander 1, 151; ein frommer mensch gibt jederweilen dem schalk die händ aber nicht das herz. Lehmann 116; dasz jederweilen kluge, verständige und weltweise leut in übung gehabt. a. weiszh. lustg., dedic.; demnach bei dieser stad jederweilen aufruhrische Belials kinder sich gefunden. Schuppius 677. zufrühest als jedertweilen belegt: daraus mache runde kuglein, darvon gebrauch jedertweilen ein paar. Tabernaemontanus 614; nach dem 17. jahrh. erloschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2293, Z. 20.

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Zitationshilfe
„jederweilen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jederweilen>, abgerufen am 17.10.2021.

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