Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jedlich

jedlich,
quisque, für ietlich, mhd. ietelîch (sp. 2043, vgl. auch itlich sp. 2182), wird in den quellen des 16. jh. gefunden, das anlautende zeichen j wird sich jedoch verhalten wie bei je und jeder (sp. 2286), schwerlich hat man anders als iedlich gesprochen: umb eines jedlichen worts willen. Luther br. 5, 664; und ein jedlich thor war von einer perlen. Mathes. Sar. 53ᵃ;
ein jedlicher, dieweil er lebt,
lasz er sein vernunft meister sein.
H. Sachs 1, 469ᵈ;
das ihr drey kummen auf ein zil,
der ein jedlicher sterben wil
das man die andern ledig lasz.
3, 2, 9ᶜ;
bein töchtern Pelie
ein jedliches weibszbild versteh,
ausz fürwitz nit glaub alle ding.
107ᶜ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2294, Z. 4.

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Zitationshilfe
„jedlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jedlich>, abgerufen am 22.10.2021.

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