Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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jo

jo,
in älteren schriftwerken für ja, während es sich heute nur in mundarten, aber weitverbreitet, findet: sind aller menschen schuld bezalt und inen ein benuͤgen geschehen? sie sprachen jo. Keisersberg bilg. 1ᶜ;
R. wolt ir nicht gern hören gute mere?
J. jo, wenn nur was guts vorhanden were!
P. Rebhun in Tittmanns schausp. 1, 50, 230;
wie betheuerndes und nachdrücklich hinweisendes ja (II, 1—3, sp. 2193 fg.): man musz es jo so machen. Schoch stud. leb. D;
dar zuo ward geschaffen,
daʒ man auch scholte machen
einen zaun all umb den plan.
daʒ waʒ jo also schier getan.
ring 8ᵃ, 29;
was aber ihr für ruhm mit euch anheim getragen!
desz rühmt euch jo nur nicht.
P. Fleming 6;
disz musz jo sein freund. disz musz jo lieben heiszen,
er schonet seiner nicht, läszt weidlich auf sich schmeiszen.
9;
wie steigerndes ja (sp. 2195): es zergot alles von stund zuͦ stund, von jor zuͦ jor, jo von ougenblick zuͦ ougenblick. Keisersberg bilg. 7ᶜ. — Im Nassauischen ist das jo die verlobung. Kehrein 211.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2326, Z. 63.

jo

jo,
ausruf, vgl. io:
von groszem durst, des ruoft er:
wasser her, jo! wasser her!
ring 43ᵃ, 32.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2327, Z. 4.

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Zitationshilfe
„jo“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jo>, abgerufen am 19.10.2021.

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