Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

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juchten, m. und n.

juchten, m. und n.
eigenthümlich gegerbtes russisches kalb- oder rindsleder von meist roter farbe; der name ist aus dem russ. juft' (eig. paar, weil die häute paarweise gegerbt werden) übernommen (vgl. unten juften), aber durch niederdeutschen mund in juchten verändert, auch niederl. jucht, jugt: die jochten sive juchten, corium bovinum colore rubro infectum, sic dictum, quod semper bina conjungantur convolvendo Stieler 892; der juchten Frisch 1, 492ᵇ; Spanien hat seine weine, Italien den gesang, England die constitution, Ruszland den festesten juchten. Immermann Münchh. 1, 14; in der form jucht:
sasz der redliche Tamm in dem lehnstuhl, welcher mit schnitzwerk
und braunnarbigem jucht voll schwellender haare, geziert war.
Voss 2, 267.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2346, Z. 18.

juchten, adj.

juchten, adj.
aus juchtenleder bestehend oder gemacht: männer und frauen tragen grosze juchtene kothstiefel. Grube characterbild. 1, 82.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2346, Z. 32.

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Zitationshilfe
„juchten“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/juchten>, abgerufen am 09.08.2020.

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