Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

judenschule, f.

judenschule, f.
synagoge: jüdenschule synagoga Stieler 1722; daz sollichs wider diew gesazzt und ordnung der heiligen christenheit swärlichen seye, namentlichen an dem stucke, das die cristen in der judenschul by den juden sitzen und recht mit in sprechen sollen. d. städtechr. 5, 377, 5 (Augsburg, v. 1436); kamen sie gen Thessalonich, da war eine jüdenschule. ap. gesch. 17, 1. sprichwörtlich: es geht zu wie in einer judenschule, laut, lärmend (von der recitation gewisser gebete hergenommen);
ich schatz, du seist dein freunten als genem,
als wenn ein sau in die judenschul kem.
fastn. sp. 54, 17;
(weleher) beichten thet on scham und rew,
die werk seind gott als angenem,
als wenn ein schwein [in] ein judenschul kem.
eins freiharts predig 7ᵇ.
jetzt auch eine schule in der jüdische kinder unterrichtet werden.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2356, Z. 69.

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judengott
Zitationshilfe
„judenschule“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/judenschule>, abgerufen am 20.10.2021.

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