Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

judenzins, m.

judenzins, m.
1)
zins den die juden zahlen müssen: (dasz) eine grosze anzahl juden allhier (in Halle) gewohnet, und dem erzbischoff ein gewisses schutzgeld entrichten müssen, von welchem judenzins erzbischoff Wichmann der von ihm gestifteten probstei zu Seeburg 2 mark jährlicher zinse verschrieben hat. Dreyhaupt Saalcreys 2, 494.
2)
zins den die juden nehmen, wucherischer zins: jüdenzins usura centesima Stieler 2651; den bauern leiht sie geld auf pfänder und nimmt judenzins. J. M. Miller briefwechsel dreier academ. freunde 171; verdammen den sadducäer, der nicht fleiszig genug in die kirche kommt und berechnen ihren judenzins am altare. Schiller räuber 1, 2;
judenzins und hurenheuer
sind gemeiniglich sehr theuer.
Pistorius thes. par. 8, 68.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2359, Z. 1.

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judengott
Zitationshilfe
„judenzins“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/judenzins>, abgerufen am 22.10.2021.

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