Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jungefrau, f.

jungefrau, f.
kürzlich verheiratete frau, zusammenrückung aus junge frau, wobei die flexion des ersten theiles nicht untergeht, eine bedeutungsdifferenz sich nicht entwickelt, nur die betonung gewechselt hat (júngefraù gegen júnge fraú): was meint sie, wirthin, und sie zunächst, jungefrau, wird sie bei reichlicher guter kost und bequemer pflege im stande sein, zwei kinder zu nähren? Holtei Lammfell 33;
dasz, die itzt noch jungefrau
hält für rau,
bald gar müsse mutter heiszen.
Fleming 389;
mancher jungenfraw gehts übel, wann sie jhr nam einen mann,
mancher jungfer geht es übel, wann sie keinen haben kan.
Logau 1, 227, 42;
ob jungefrau zwar nicht und jungfraw, hoch entschieden,
ist dem doch wol, der nam die, die das e! vermieden.
1, 24, 82.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2377, Z. 76.

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Zitationshilfe
„jungefrau“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jungefrau>, abgerufen am 22.10.2021.

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