Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

jungemagd, f.

jungemagd, f.
zweite magd, aus junge magd (s. unter jung 12) nur zusammengerückt, aber mit veränderter betonung (júngemàgd, vgl. oben unter jungefrau): junge-magd heiszt in groszen und vornehmen häusern, besonders in Leipzig, diejenige magd, welche der frau mit spitzenwaschen, platten, boonen, ankleiden, nachtreten, verschicken und andrer dergleichen arbeit an die hand gehen, und sie bedienen musz. Amaranthes frauenz.-lex. 1583; die jungemagd ist eben so ein narre wie der hausknecht, Schlampampe 46; meiner jungemagd (man erwartet jungenmagd, n und m sind aber hier in éinen laut verschmolzen) wolte ich auch nichts davon sagen. avantur. 1, 158; wollen sie die jungemagd, frau Sylvesterinn? J. E. Schlegel 2, 145; sie werden schreiend, herausfahrend, ungezogen, ungefähr wie eine aufgebrachte jungemagd. Sturz 2, 176;
indem tritt voller furcht die jungemagd herein.
Zachariä 1, 9.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1877), Bd. IV,II (1877), Sp. 2378, Z. 26.

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Zitationshilfe
„jungemagd“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/jungemagd>, abgerufen am 27.10.2021.

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